By Kerstin Jürgens

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Read Online or Download Arbeits- und Lebenskraft: Reproduktion als eigensinnige Grenzziehung. 2. Auflage PDF

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Aufstiegskarrieren im flexiblen Kapitalismus

Initially offered because the author's thesis (doctoral)--Universit'at Lausanne, 2008.

Grafische Benutzungsunterstützung auf Befehlsebene für die Entwicklung massivparalleler Programme German

Benutzungsunterst? tzung wird heute von jedem Programm verlangt. Aufbauend auf allgemeinen ergonomischen Grundlagen und einem allgemeinen Modell f? r parallele Algorithmen stellt die vorliegende Arbeit Methoden vor, wie Quelltext paralleler Programme durch den Einsatz dynamisch erzeugter Icons ? bersichtlicher gestaltet werden kann.

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Die Industriesoziologie identifiziert in diesen Jahrzehnten zwar die Dialektik von Produktionsweise und Lebensverhältnissen und befasst sich seit ihren Anfängen mit solchen Orientierungen und Dimensionen von Bewusstsein, die Klassenlage und Erwerbsbedingungen von Beschäftigten betreffen. Eine systematische Analyse von Reproduktionsarbeiten in der sogenannten ‚Privatsphäre’ und deren Folgewirkungen für die Erwerbssphäre findet jedoch nicht statt. Man überlässt es der Frauenforschung, solche Wechselwirkungen zu 25 26 Mikl-Horke plädiert dafür, „Arbeit und Leben als eine Einheit“ zu verstehen, da „die Bedeutung der Arbeit in einem sozialen Kontext verankert ist, die Identität der Person betrifft und den Lebenszyklus der Menschen mit einbegreift“ (1988: 182).

Diese doch sehr deutliche Akzentverschiebung wird in den Überblicksartikeln der Arbeits- und Industriesoziologie kaum rezipiert; auch die Kritik an der InstrumentalismusThese bleibt ausgespart (s. B. a. betonen den Einfluss von Faktoren außerhalb des Betriebes auf den Arbeiter und fokussieren nicht einseitig auf Erwerbsarbeit, sondern explizit auf Bedingungen und Bedürfnisse im außerbetrieblichen Leben. Im Unterschied zu anderen Studien der Zeit heben sie den Stellenwert von Primärbeziehungen und deren Rückwirkungen auf die Sphäre der Produktion hervor und definieren diese Perspektive implizit als Gegenstand ihrer industriesoziologi- 43 44 tologisch“ (1981: 33) und problematisiert, dass in der Auswertung diese Konsumorientierung wiederum als Begründung für die Instrumentalismus-These herangezogen wird.

Auch Gottschall 2000. In ihrer Bestandsaufnahme zur Ungleichheitsforschung der 1970er/80er Jahre stellt sie fest, dass Geschlechterungleichheit auf das Problem geschlechtlicher Arbeitsteilung reduziert wurde. 1 Leitideen der 1950er-1980er Jahre 33 lichen Primats der Ökonomie – in erster Linie in seiner Abhängigkeit von bezahlter Erwerbsarbeit betrachtet; sofern haus- und familienarbeitende Personen berücksichtigt werden, so in bezug auf die Funktionalität ihrer Arbeitsleistung für die Erwerbssphäre.

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